EVANGELISCHE PODCASTS AUS MÜNSTER

Verbunden bleiben! Der Podcast der Auferstehungs-Kirchengemeinde

VERBUNDEN BLEIBEN!

Verbunden bleiben! heißt unser Andachts-Podcast. Corona und der damit verbundene Ausfall aller analogen Formen von Gemeinschaft in unserer Kirchengemeinde war im März 2020 der Anlass an den Start zu gehen. Für jeden ausgefallenen Gottesdienst in der Corona-Zeit haben wir eine Folge produziert.

Auch wenn wir nun wieder Präsenz-Gottesdienste in der Kirche feiern, wollen wir am Podcast festhalten. Die vielen positiven Rückmeldungen haben uns motiviert, weiter zu machen. Ab sofort kommen zwei Episoden pro Monat heraus. Es ergänzt unser gemeindliches Angebot für den digitalen Raum.

Die Inhalte liefert Pfarrer Moritz Gräper, die Musik steuert unsere Chorleiterin Brigitte Stumpf-Gieselmann bei. Zusätzliche Textlesungen spricht Dennis Mohme, die Produktion leitet Lukas Pietzner. Teilen Sie gerne den Podcast mit Menschen, denen er gut tun könnte. Und melden Sie sich bei uns für Anregungen und Kritik.

VERBUNDEN MIT...

Zusätzlich zum Andachts-Format Verbunden bleiben! gibt es ein weiteres Podcast-Format auf demselben Kanal.

Verbunden mit… ist ein Angebot der Citykirchenarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Münster. Unser Pfarrer Moritz Gräper ist für diesen Arbeitsbereich beauftragt und lädt bei Verbunden mit… ganz unterschiedliche Persönlichkeiten ein, um über Religion, Politik, gesellschaftliche Herausforderungen, Engagement und das Leben in unserer Stadt und darüber hinaus zu sprechen.

Auch dieses Format wird produziert von Lukas Pietzner, die Musik kommt von Pop-Kantor Hans Werner Scharnowski.

Wir wünschen Ihnen und Euch viel Freude beim Hören!

Bleiben Sie verbunden!

TRAILER

PODCAST-ARCHIV

In unserem Archiv finden Sie eine Gesamtübersicht aller bisher erschienenen Episoden. Zum Archiv

22.08.2021

„Ich bin okay“ – Taufe und der Tanz auf der Brücke

„Wisst ihr nicht, fragt Paulus, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, in seinen Tod getauft sind? (Röm 6,3) – Taufe und Tod in einem Atemzug? Geht’s noch?“

So beginnt die Predigt von Theologin Katrin Lohse, die sie in der Auferstehungskirche gehalten hat. Das war sehr berührend und es passt gut in diese Wochen, wo einige Familien, die im Lockdown Taufen aufgeschoben haben nun nachholen.

Katrin schließt ihre poetische Predigt so:

„Getauft in den Tod Christi, das bedeutet: Christus schlägt eine Brücke. Eine Brücke für mich. Eine Brücke für uns. Eine Brücke unter uns. Eine Brücke, die uns verbindet, wo es keine Verbindung gibt. Eine Brücke, die trägt, wo wir ins Bodenlose schlittern. Eine Brücke, die festen Halt unter den Füßen gibt. Eine Brücke, auf der wir ins Leben tanzen. Denn: Die Party fängt gerade erst an. Amen.“

Dazu kann man gut Amen sagen. Bleiben Sie verbunden und bis bald!

30.05.2021

VERBUNDEN MIT... FARNIA RASSOULI & PETER HOERSTER

„Betrachtet den Menschen als ein Bergwerk reich an Edelsteinen.“ Das ist der Lieblingsvers von der 49jährigen Schulsozialarbeiterin Farnia Rassouli. Sie gehört zu den Bahá’í. Die Bahá’í sind die jüngste Weltreligion und stehen für Akzeptanz anderer Glaubensgemeinschaften, kennen keine Priester und verbieten Diskriminierung. Diese aufgeschlossene Haltung ist beeindruckend und leider nicht typisch in der Welt der Religionen. Umso mehr war es eine Freude, Farnia und Glaubensbruder Peter Hoerster (61 Jahre alt, Konstrukteur) bei VERBUNDEN MIT… zu Gast zu haben. Beide sind schon viele Jahre Mitglied der Bahá’í-Gemeinde in Münster. Sie ist in einer Bahá’í-Familie aufgewachsen, er als junger Mann (ursprünglich mal katholisch) konvertiert. Beide sind aufgrund ihres Glaubens sozial engagiert, zum Beispiel auch für die in Münster geplante interreligiöse Ausstellung „Wer kennt Gott am besten“.

02.05.2021

„Ich möchte Theologie studieren“ – 19 Jahre alt, Berufswunsch Pastorin?!

„Mein Name ist Janna Nieber, ich bin 19 Jahre alt und ich möchte Theologie studieren. Ich bin gerade in diesem Alter, in dem ich sehr oft gefragt werde, was ich jetzt machen möchte. Also welche Ausbildung ich mache oder was ich studieren will. Und immer, wenn ich neue Leute kennenlerne und mich vorstelle, ist das meine Standardantwort: Mein Name ist Janna Nieber, ich bin 19 Jahre alt und ich möchte Theologie studieren.“

Eine junge Frau fängt im Herbstsemester an, Theologie zu studieren. Und dass in einer Zeit, wo Gemeinden kleiner, das Geld knapper und der theologische Nachwuchs weniger wird. Was treibt sie an? Darum geht es in dieser Folge Verbunden bleiben.

25.04.2021

„Was ihr getan habt einem von diesen…“ – Glauben und leben gehören zusammen

You gotta live what you preach. Du musst das, was du predigst auch leben. Alles andere wäre widersprüchlich. Und das gilt nicht nur für das Gepredigte: Du musst auch das leben, was du glaubst. Sonst bist du scheinheilig. Das steckt schon in der mächtigen Rede von Jesus kurz vor seiner Kreuzigung im Matthäusevangelium. Kranke und Gefangene besuchen, Hungrigen zu essen geben und Nackte kleiden. All das sollen wir tun.

18.04.2021

„Der Tod hat nie das letzte Wort“ – Erinnerung an die Osternacht

Die Osternacht in diesem Jahr war etwas besonderes. Unter einem sternenklaren Himmel haben wir eine audio-visuelle Installation an die Kirchenmauer und in der Kirchenraum gebracht. Eine gekürzte Audiofassung gibt es dieser Folge Verbunden bleiben, mit vielen jungen, mittelalten und erfahrenen Stimmen aus unserer Gemeinde, die die Ostergeschichte erzählen und die Botschaft auf den Punkt bringen. „Der Tod hat nie das letzte Wort!“

04.04.2021

WEITER GEHEN! Podcast zur Digitalen Osternacht für Jugendliche aus Münster

Du hast „Ei Love You“ mitgemacht und jetzt ist Ostern da. Wir laden dich ein, mit diesem Podcast auf dem Ohr einen kleinen Spaziergang in den Ostermorgen zu machen. Mit der Geschichte der Emmausjünger und Gedanken von m&m (Martin, CVJM und Moritz, Citykirchenarbeit) kannst du WEITER GEHEN. Frohe Ostern.

Texte und Stimmen: Martin Schwebke, Moritz Gräper, Dennis Mohme
Musik: Hans Werner Scharnowski
Produktion: Lukas Pietzner

28.03.2021

VERBUNDEN MIT... STEPHAN DRAHEIM

VERBUNDEN MIT einem Mann, der bei der Polizei arbeitet, aber kein Polizist ist. Der heutige Gast im Podcast mit Citykirchenpfarrer Moritz Gräper ist 1970 geboren, verheiratet und hat zwei Söhne. Er hat nach einer kaufmännischen Ausbildung Theologie und Sozialpädagogik studiert und arbeitet seit 2001 als Pfarrer. Seelsorge und Supervision sind seine Steckenpferde. Heute ist er Landespolizeipfarrer. Was das für ein vielfältiger Job ist, wie sein Blick auf Rassismus in der Polizei ist und welche Rolle er in der Begleitung der Ermittlungskommission „Rose“ hat, die den Missbrauchskomplex Münster bearbeitet, erzählt er im Podcast. Wir sind verbunden mit... Stephan Draheim.

21.03.2021

„Siehe, es war sehr gut“ – Gesegnet seien LGBTIQ*

Aus dem Vatikan wurde vermeldet, dass katholische Priester nicht die Vollmacht haben, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen, weil Sünde nicht gesegnet werden könne. Ernsthaft? In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich? Leider ist die theologische Diskriminierung von LGBTIQ*-Menschen immer noch nicht überall überkommen. Schon mit den ersten Sätzen der Bibel ist klar: Jeder Mensch ist zum Ebenbild Gottes geschaffen und gehört zu dem, was Gott ansah und feststellte: Siehe, es war sehr gut. 

#meingottliebtjedenmenschen

28.02.2021

VERBUNDEN MIT... einer Frau die sagt:

»Ich bin Christin. Am Tag meiner Geburt getauft von einem Priester der römisch-katholischen Kirche. Seit 60 Jahren lebe ich in ihrem Schoß. Es wird eng. Unerträglich eng. Der Druck steigt. Und ich begreife: Wir müssen jetzt handeln!« 

Sie gehört zu den Gründerinnen von Maria 2.0, ist freischaffende Künstlerin und lebt in Münster. Als Katholikin setzt sie sich mit ihren Mitstreiterinnen vehement für Reformen in ihrer Kirche ein. Ihr und den anderen „Marias“ geht es um Gleichberechtigung, absolute Transparenz bei der Aufarbeitung der Fälle von sexualisierter Gewalt in der Kirche, Offenheit für diverse Lebensformen und eine Rückbesinnung auf die Botschaft Jesu. 

Seit der Gründung von Maria 2.0 im Januar 2019 im Kreuzviertel ist das mediale Interesse groß, aber auch in der Kirche rumort es. Die Deutsche Bischofskonferenz beschäftigt sich mit Maria 2.0 und selbst im Vatikan sind die Forderung der Frauen schon Thema, obwohl der initiale offene Brief an den Papst bisher unbeantwortet geblieben ist. 

Man kann sagen, Luther im Jahr 2021 ist weiblich und eine Bewegung. Unser Gast ist eine von den vielen „Marias“.

Wir sind VERBUNDEN MIT… Lisa Kötter.

Hier gibt es das neue Buch von Lisa Kötter „Schweigen war gestern. Maria 2.0 – Der Aufstand der Frauen in der katholischen Kirche“

Hier kann man die 7 Thesen von Maria 2.0 nachlesen und sich über die Bewegung informieren. 

Hier kann man den im Podcast angesprochenen Auftritt von Carolin Kebekus nachschauen. 

Hier kann man den im Podcast angesprochenen Video-Clip anschauen.

21.02.2021

„Das neue Jerusalem“ – Schnee auf dem Felsendom und Hoffnung auf Transformation

Jersualem verzaubert ihre Besucherinnen und Gäste. Heilig für drei Religionen und Magnet für Millionen von Menschen, die die Grabeskirche, den Tempelberg und den Felsendom einmal sehen möchten. „Das neue Jerusalem“ ist das Symbol in der Offenbarung des Johannes auf eine Transformation durch Gott. Auf der Schwelle von Leben und Tod, aber auch im Hier und Jetzt.

07.02.2021

„Bis der Tag anbricht“ – Ein besonderer Gottesdienst

Wie war es, einen Radio-Gottesdienst zu senden? Darum geht es in dieser Folge. Es gibt Einblicke in die Vor- und Nachbereitung, wie es sich anfühlt, wenn einem 200.000-400.000 Menschen zuhören und wie die Rückmeldungen waren. Das gemeinsame Gestalten dieses Deutschlandfunk-Gottesdienstes war für alle ein Highlight. Wer den ganzen Gottesdienst nachhören möchte, kann das hier tun:

Link: DEUTSCHLANDFUNK / Radiogottesdienst vom 31.01.2021

https://rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-radio/dlf-gottesdienste/bis-der-tag-anbricht-11627

31.01.2021

VERBUNDEN MIT... THOMAS NUFER

Heute spreche ich mit einem Mann, den man nicht leicht in eine Kategorie einordnen kann. Er ist Künstler, aber nicht einer, dessen Werke man in Museen oder Galerien betrachtet. Das wäre ihm zu elitär. Seine Kunst ist immer öffentlich und genreübergreifend. Theaterstücke, Installationen, große Veranstaltungen oder ein dezentrales Konzert. Was er kreiert hat stets Haltung und ist gesellschaftspolitisch relevant. Geboren 1960 in Stuttgart landete mein heutiger Gast nach einem Design-Studium in Münster. Heuerte beim Borchert-Theater an, arbeitete dort einige Jahr sehr intensiv, auch als kommissarischer Intendant. Seit 1990 ist er freischaffend tätig. Seine Kunst prägt seit Jahren unsere Stadt. Ich freue mich auf ein Gespräch über Kunst in der Pandemie, Ideen für die Zukunft, Fleischkonsum und was Religion und Glaube mit unserm Zusammenleben zu tun hat. Wir sind jetzt verbunden mit… Thomas Nufer.

24.01.2021

„Du sollst nicht stehlen“ – 10 Gebote für heute (2)

Die zweite Tafel der 10 Gebote regelt das menschliche Zusammenleben. Kurz und prägnant, uralt und bis heute sofort einleuchtend. Die zweite Tafel schützt Werte, die unsere Menschlichkeit ausmachen: Das Leben, unsere Beziehungen und Familien, das Eigentum, die Wahrheit, und die Haltung, dass man anderen etwas gönnt und ihnen nicht neidet. Warum „Du sollst nicht stehlen“ das Gebot ist, auf das sich die anderen herunterbrechen lassen, erfährt man aus Khaled Hosseinis Bestseller „Drachenläufer“, aus dem ein Stück vorgelesen wird.

17.01.2021

„Auf dass du lange lebest“ – 10 Gebote für heute (1)

In dieser und der nächsten Folge geht es um die 10 Gebote. Diese Reihe von Regeln gehört sicher zu den bekanntesten Texten aus der Bibel. Sie enthalten Normen und schützen Werte, die heute noch in Verfassungen und den Menschenrechten ihre Spuren hinterlassen haben.

Besonders das Gebot Vater und Mutter zu ehren passt in unsere Zeit. Die gesellschaftlichen Einschränkungen in der Pandemie sollen die Eltern und Älteren schützen und ehren. Aber auch die anderen Gebote behalten ihre Plausibilität bis heute.

27.12.2020

VERBUNDEN MIT... CHRISTIAN GRETHLEIN

Unser heutiger Gast ist 66 Jahre alt, seit 44 Jahren verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und ist stolzer Großvater. Der gebürtige Nürnberger hat Theologie und Philosophie in München, Göttingen und Erlangen studiert, war Pfarrer und Religionslehrer in Regensburg und hat parallel an der Uni München seinen Doktorgrad erworben. Er war dann als Wissenschaftlicher Assistent in Erlangen, habilitierte dort und es folgten Stationen als Professor für Praktische Theologie und Religionspädagogik in Berlin, Halle und ab 1997 in Münster wo er über 40 Semester gelehrt und geforscht hat, bis er dann im vergangenen Frühjahr, zu Zeiten des ersten Lockdowns emeritiert wurde. Er gehört zu den profiliertesten und einflussreichsten praktischen Theologen im deutschsprachigen Raum, aber auch darüber hinaus. Er hat über 20 einschlägige Bücher zu ganz vielfältigen religionspädagogischen und praktisch-theologischen Themengebieten veröffentlicht, dazu war er als Herausgeber tätig, und hat zahlreiche Beiträge in Lexika, Sammelbänden und Fachzeitschriften und viele Praxishilfen für Schule und Kirche geschrieben. Sein Opus Magnum Praktische Theologie kennt buchstäblich jeder, der sich näher mit evangelischer Theologie und Kirche beschäftigt. Dazu hat er in kirchlichen Synoden beraten und kritisch begleitet, wie die evangelische Kirche auf verschiedensten Ebenen mit den Herausforderungen der Gegenwart umgeht. Sein großes Stichwort ist die Kommunikation des Evangeliums in der Gegenwart. Darüber, aber auch über seine Sicht auf das zurückliegende Jahr und die Pandemie und natürlich seine Ideen für eine Kirche der Zukunft möchte ich mit ihm sprechen. Wir sind heute verbunden mit… Christian Grethlein.

24.12.2020

„Fürchtet euch nicht!“ – Heiligabend

In diesem Jahr feiern wir Heiligabend kleiner, stiller und zurückgenommener als sonst. Vielleicht kommen wir so näher an den Kern der Weihnachtsgeschichte, die von einer Geburt in karger Umgebung erzählt.

Diese Folge von Verbunden bleiben! gibt es auch als Video auf dem YouTube-Kanal der Auferstehungskirche.

20.12.2020

„Seine Barmherzigkeit“ – 4. Advent

Was für Worte von Maria! Ihr „Magnificat“ (Lk 1,46-55) ist ein starker Text, dessen sozialkritischer Ton keinen Deut Relevanz eingebüßt hat. Dazu kommt ein ökumenischer Gruß von Ludger Picker aus unserer katholischen Schwestergemeinde.

Musikstücke: Magnificat Kanon, Dixit Maria, Tochter Zion, Magnificat (F. Durante)

13.12.2020

„Weg des Friedens“ – 3. Advent

Die Geburt eines Kindes ist immer ein Grund zu Freude und Dankbarkeit. Es bleibt das größte Wunder des Lebens. Zacharias, der Vater Johannes des Täufers freut sich in seinem „Benedictus“ (Lk 1,68-79) und lobt Gott für seinen Sohn. Seine Wünsche werden zum Anlass genommen, einen Wunsch eines Vaters der Gegenwart für seine Kinder vorzulesen.

Musikstücke: Nun sei uns willkommen, Macht hoch die Tür, Tochter Zion.
Text aus „Die Winzigkeit des Glücks. Brief an meine Töchter“ von Johannes Ehrmann

06.12.2020

„Ewige Freude“ – 2. Advent

Jesaja (Jes 35,3-10) spricht von Zion als dem Sehnsuchtsort für die Menschen seiner Zeit. Seine Vision einer Welt, in der Blinde sehen und Lahme gehen hilft beim Durchhalten einer schweren Zeit, die sich wie Ohnmacht anfühlt. So eine Zeit erleben wir seit diesem Frühjahr und brauchen umso mehr die Weihnachtsbotschaft, die Hoffnung auf bessere Zeiten wachhält.

Musikstücke: Nun komm der Heiden Heiland (instrumental), Es kommt ein Schiff geladen, Die Nacht ist vorgedrungen, Machet die Tore weit (Telemann)

29.11.2020

„Unsere Gerechtigkeit“ – 1. Advent

Zum 1. Advent geht es um die Vision einer besseren Welt. Die alten Worte des Propheten Jeremia (Jer 23,5-8) ermutigen auch für die heutige Zeit die Sehnsüchte und Hoffnungen zu formulieren: „Es wird eine Zeit kommen…“ Das Warten im Advent ist vor allem das Warten auf die Geburt Jesu und damit auf die Kraft für Neues und für Transformation in unserer Welt.

Musikstücke: Macht hoch die Tür, O Heiland reiß die Himmel auf, Machet die Tore weit (Hammerschmidt)

08.11.2020

VERBUNDEN MIT... BEATE VILHJALMSSON

Unser heutiger Gast wurde 1941 in Stettin geboren, floh mit ihrer Mutter am Ende des Kriegs Richtung Westen und landete über Stationen in Thüringen und Schleswig-Holstein erst in Aurich und dann in Oldenburg. Nach dem Abi studierte sie Englisch und Geographie in Freiburg, München und Mainz. In Mainz lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, dem sie ihren unverkennbaren und für Schreibfehler anfälligen Nachnamen verdankt. Zusammen zog das junge Ehepaar nach Münster. Er promovierte an der Uni und sie arbeitete als Berufsschullehrerin. Ab 1989 gehörte unser Gast zu den wichtigen politischen Akteurinnen unserer Stadt. Sie war über dreißig Jahre im Rat und über 15 Jahre stellvertretende Bürgermeisterin. Und das alles ehrenamtlich.

Ihre Leidenschaft galt immer Kultur, Integration und Bildung. Seit ein paar Tagen ist sie nun im wohlverdienten Ruhestand und ich freue mich auf ein spannendes Gespräch über die US-Wahl, ihre Biografie, Frausein in der Politik, wichtige Themen für die Zukunft von Münster und der Welt, die Rolle von Kirche in unserer Stadtgesellschaft und was sie nun eigentlich mit ihrer neugewonnen Zeit anfängt. Unser Gastgeber Moritz Gräper ist jetzt verbunden mit Beate Vilhjalmsson.

25.10.2020

"Wer unter euch ohne Sünde ist“ – Eine wahre Geschichte über christlichen Fundamentalismus und toxische Frömmigkeit

In Joh 8 bringen Männer eine Frau zu Jesus. Sie sei eine Ehebrecherin und müsse gemäß dem biblischen Gesetz gesteinigt werden. Jesus nimmt den Anklägern mit einer entlarvenden Gegenfrage den Wind aus den Segeln und rettet die Frau: Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.

Die Attitüde der religiösen Eiferer, die die Frau zu Jesus bringen erinnert an die Art wie Fundamentalisten stur und streng jedes Wort der Bibel unhinterfragt als Gottes Willen ansehen und anwenden wollen. Auch wenn es gegen zeitgemäße ethische Werte steht. 

Eine sehr geschätzte Kollegin von mir sah sich vor einiger Zeit einem solch fundamentalistisch denkendem Theologen und Pastor in einer quasi-Inquisition gegenüber, obwohl es eigentlich darum ging, einen ökumenischen Gottesdienst zu planen. Darum geht es in dieser Folge.

18.10.2020

„Und nicht der Mensch für den Sabbat“ - Über den Sinn von Regeln

Jesus wird angesprochen, wie seine Jünger darauf kämen am Sabbat Körner aufzusammeln. Seine Antwort ist bleibend weise, wenn es um den Sinn von Regeln und Gesetzen gibt. Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. Regeln und Gesetze sollen dem Leben dienen. Was diese Einsicht mit dem Verhältnis von Judentum und Christentum, Antijudaismus und Antisemitismus und den Corona-Regeln zu tun hat, wird in dieser Folge reflektiert.

Es wird auf den Podcast „Lebenszeichen“ von Simon Hillebrecht und Aike Schäfer verwiesen, in dem die beiden mit dem emeritierten Professor für Klavier, Matitjahu Kellig, gesprochen haben, der sich als Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold engagiert.

28.09.2020

VERBUNDEN MIT... STEPHAN ORTH

Unser heutiger Gast ist wurde 1992 geboren, kommt vom Niederrhein und lebt seit 2013 in Münster. Er ist katholischer Theologe und arbeitet als pastoraler Mitarbeiter an der Lambertikirche mitten in der Stadt. Daneben ist er seit einigen Jahren gesellschaftlich, kirchlich und politisch sehr engagiert. Früher in der Jugendkirche Effata, bei Amnesty International und bei den Grünen, deren Sprecher er in Münster ist. Mir ist er aus den Medien bekannt, seitdem er eine der deutschlandweit größten Anti-Pegida Demos - oder besser gesagt eine riesige Demo FÜR Vielfalt und Toleranz - organisiert hat in unserer Stadt (https://youtu.be/Z93P42rXzCs). Und das als 22jähriger mit ein paar Kommilitonen und Freunden (https://youtu.be/q2wYGXhlupM). Das hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich freue mich auf ein Gespräch über politisches Engagement, wie es ist, wenn plötzlich 20mal so viele Menschen zur Demo kommen, als man angemeldet hatte, über Trauer und Einsamkeit und über Kirche und Theologie. Wir sind jetzt verbunden mit Stephan Orth.

Dieses Gespräch haben wir schon Anfang Juli aufgezeichnet. Mit der Veröffentlichung haben wir bis nach der Kommunalwahl bzw. der Stichwahl gewartet.

30.08.2020

„Wo du hingehst, da will ich auch hingehen“ – Starke Frauen in einer patriarchalen Welt

Die Geschichte von Rut im Alten Testament ist eine wunderbare Erzählung von einer mutigen Frauenfigur in der durch und durch patriarchalen Welt der Bibel. Rut ist ein vielschichtiges Buch über Trauer und Neuanfang, Mut und Fremd sein, Liebe und Dazugehören. Manche Themen aus der Geschichte sind bis heute erschreckend aktuell: Der gesellschaftliche Status von Frauen und Männern oder die Herausforderungen als religiös oder ethnisch Fremde in einer neuen Heimat Fuß zu fassen. Ruts Geschichte, so viel darf man schon verraten, hat ein Happy End und diese mutige, junge Frau bekommt einen bedeutenden Platz in der Geschichte des Volkes Israels und auch im Stammbaum Jesu.

16.08.2020

„Das tut ihnen auch“ – Die Goldene Regel und Hatespeech

Aus dem Gespräch mit Marina Weisband ist mir das Thema Umgang mit Hass und Hetze im Netz und in der analogen Welt hängen geblieben. Das ist eine belastende Realität unserer Zeit. Die Bibel überliefert wie viele andere Kulturen und Religionen einen schlichten Merksatz, der ein Schlüssel zur Überwindung von Hatespeech und Hasskriminalität sein kann: Behandle andere so, wie du auch behandelt werden möchtest (vgl. Mt 7,12). Die Goldene Regel ist einfach, aber weise. Und sie ermutigt auch zu mehr Zivilcourage, online und auf der Straße.

02.08.2020

VERBUNDEN MIT... MARINA WEISBAND

Unser heutiger Gast ist 32 Jahre alt und in der Ukraine geboren. Als Kind kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland und lebt seit einigen Jahren in Münster. Sie ist Diplompsychologin und Expertin für digitale Partizipation und Bildung. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter. Sie ist Künstlerin und zeichnet. Von 2011 bis 2012 war sie politische Geschäftsführerin der Piratenpartei. In dieser Zeit ist sie sehr bekannt geworden. Heute engagiert sie sich bei den Grünen. „Wir nennen es Politik“ heißt ihr 2013 erschienenes Buch. Darin schildert sie für Politik-Neueinsteiger die Möglichkeiten neuer demokratischer Formen durch Nutzung des Internets.

Seit 2014 leitet sie bei politik-digital e.V. das Projekt aula - ein Konzept zur politischen Bildung und demokratischen Beteiligung von Jugendlichen an den Regeln und Angelegenheiten ihrer Schulen und außerschulischen Organisationen. Darüber hinaus hat sie eine regelmäßige Radiokolumne beim Deutschlandfunk und moderiert den Podcast "Überstunde" bei mediapioneer auf einem Schiff in Berlin. Hineingeboren in eine jüdische, aber atheistische Familie, kam sie als junge Erwachsene zum jüdischen Glauben.

Sie ist so vielfältig beschäftigt, dass ich Zweifel hatte, dass sie Zeit für VERBUNDEN MIT… hat. Und dann hat sie auch noch, einen Tag nachdem ich sie per Mail angeschrieben hatte, getweetet, ob ihr nicht jemand die 95 ungelesenen Mails abnehmen könnte, die in ihrer Mailbox warten. Da dachte ich, okay, die hat einfach zu viel um die Ohren. Umso mehr freue ich mich auf dieses spannende Gespräch, das wir im Gemeindehaus der Auferstehungskirche aufgezeichnet haben. Wir sind jetzt verbunden mit Marina Weisband.

26.07.2020

„Vor die Hunde“ – Exegese und wann es wichtig ist, seine Stimme zu erheben

Jesus ist vielen Menschen zurecht ein Vorbild. Seine zugewandte, mit Konventionen brechende, menschen-, lebensfreundliche und Grenzen überwindende Art, wie sie in den Evangelien überliefert ist, inspiriert. In dieser Folge geht es dagegen um Jesu Begegnung mit einer Griechin (Markus 7,24-30), in der die harsche Reaktion und abwertende Rhetorik Jesu überrascht. Diese Geschichte macht deutlich, warum Exegese, also die wissenschaftlich verantwortete Auslegung der Bibel, eine fortdauernd wichtige Aufgabe bleibt und man als Leser kritisch bleiben muss. Die Frau, die als „ausländisch“ und „andersreligiös“ in der Erzählung markiert wird, taugt als Vorbild für mutigen, emanzipierten und mündigen Glauben.

12.07.2020

„Was vor Augen ist“ – Gott sieht das Herz oder jede Jeck is anders

Karneval gehört mit zur Corona-Geschichte, weil von einer Feier viele Infektionen ausgegangen sind. Darum geht es aber in dieser Folge von Verbunden bleiben! nicht. Es geht um einen Aspekt von Karneval, der auch Karnevalsmuffel überzeugt. Jede Jeck is anders und wenn alle verkleidet sind, sehen zwar alle anders aus, sind aber doch alle gleich. Das tut einer Zeit gut, in der die Gesellschaft von manchen Kräften gespalten wird und extreme Meinungen lautstark geäußert werden. Und eine alte weise Einsicht aus dem Alten Testament kommt vor: „Der Mensch sieht, was vor Augen ist. Gott aber sieht das Herz an“ (1Samuel 16,7).

05.07.2020

VERBUNDEN MIT... MOUHANAD KHORCHIDE

In dieser Folge sind wir verbunden mit Mouhanad Khorchide. Der Islamische Theologe wurde 1971 in Beirut in eine palästinensische Familie geboren. Über Stationen in Saudi Arabien und Österreich landete der Soziologe und Theologe vor zehn Jahren in Münster und wurde hier Professor für Islamische Religionspädagogik. Er ist der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie und einer der Principal Investigators des Exzellensclusters Religion und Politik an der WWU Münster. Dazu ist er Gründungsmitglied der Muslimischen Gemeinschaft NRW, ein Verband für Musliminnen und Muslime, die eine weltoffene Religiosität pflegen und die Friedenspotentiale des Islams in den Vordergrund stellen möchten.

Er schreibt wissenschaftliche Bücher und Artikel dazu Kolumnen in arabisch- und deutschsprachigen Medien. Er steht für einen Islam, in dem Barmherzigkeit das Zentrum bildet. Seine progressiven und liberalen Thesen sind in der muslimischen Community hochkontrovers.

Sein im Podcast empfohlenes Buch „Islam ist Barmherzigkeit“ gibt es hier.

Wir freuen uns auf ein spannendes Gespräch mit einem der profiliertesten Islamischen Theologen der Gegenwart.

28.06.2020

„Der Sohn Marias“ – Jesus im Koran und der ‚Alman Papaz‘

Er wird Messias genannt oder Wort von Gott. Er wurde der Heiligen Schrift zu Folge von einer Jungfrau geboren und mit Heiligem Geist gestärkt. Und seine Botschaft hieß Evangelium. Die Rede ist von Jesus. Klar. Aber in dieser Folge nicht vom Jesus der Bibel, sondern von Jesus im Koran. In dieser Folge von Verbunden bleiben! geht es um die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Koran und Bibel, zwischen Islam und Christentum. Moritz Gräper erzählt von seiner Erfahrung als Student in der Türkei, wo er 2011 als ‚Alman Papaz‘ in den Abendnachrichten im Fernsehen vorkam. Diese Folge ist ein Plädoyer für Dialog, Begegnung, das Lernen vom anderen und das Miteinander der Religionen. So sieht das übrigens auch ein Vers im Koran: „Ihr Menschen! Siehe, wir erschufen euch als Mann und Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennenlernt“ (Koran 49,13). In diesem Sinne: Allah’a emanet ol! (Sei von Gott behütet!)

Hier gibt es das Büchlein über Jesus im Koran von Moritz Gräper.

14.06.2020

„Denn ihr seid selbst Fremde gewesen“ – Über Weißsein und Rassismus

Rassismus ist eine traurige Realität, nicht nur in den USA, sondern auch bei uns. In dieser ersten Folge von Verbunden bleiben! nach der Pause reflektiert Moritz Gräper aus Anlass des Mordes eines weißen Polizisten am schwarzen George Floyd in den USA, wie er selbst mit allen anderen weißen Menschen in den strukturellen Rassismus verstrickt ist. Viele der Gedanken sind inspiriert von Alice Hasters, die mit ihrem Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“ eine sehr empfehlenswerte Lektüre vorgelegt hat. Es geht auch um die Ambivalenz der Bibel in der Frage von Dazugehören und Fremdsein. Ein schöner alter biblischer Vers aus 3. Mose 19,34 wird als Schlüsseleinsicht auch für heute herausgestellt.

07.06.2020

VERBUNDEN MIT... HOLGER ERDMANN

In dieser Folge sind wir verbunden mit Holger Erdmann. Erdmann ist der neue Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Münster und schaut auf 17 Jahre Erfahrung als Pfarrer, Lehrer und Notfallseelsorger zurück. Es geht um seinen Start im neuen Amt, seinen Weg als Pfarrer, Umgang mit schwierigen Situationen und Trauer, Kirche in der Corona-Zeit, seine Vision für Münster und auch Entspannung in der Sauna und Wandern.

04.05.2020

Bonusfolge: Das Teamgespräch

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Gesprächsteil für Folge 10 werden und zack, waren auch schon 30 Minuten aufgenommen. Wer Lust hat, ein paar Einblicke in die Entstehung von Verbunden bleiben! zu bekommen und überhaupt einmal die Stimme von Brigitte Stumpf-Gieselmann und Lukas Pietzner zu hören, der sollte sich das Teamgespräch anhören. Viel Freude beim Zuhören!

03.05.2020

„Ich tauge nicht zu predigen“ – Selbstzweifel, Empowerment und Mut

In dieser Folge geht es um die Bibel. Schwierige und schöne Geschichten aus 2000 Jahren Literatur finden sich in Altem und Neuem Testament. Vieles über das Menschsein kommt in den Erzählungen zum Ausdruck. Eine der Lieblingsstellen von Moritz Gräper (Jeremia 1,4-10) wird vorgestellt. Darin geht es um Selbstzweifel, Empowerment und Mut. Das können wir alle gerade in der jetzigen Zeit gebrauchen.

Zum Nachlesen finden Sie hier das Manuskript

Diesen Podcast gibt es auch per Telefon. Unter der deutschen Festnetznummer 0345-483417894 kann man immer die aktuelle Folge anhören.

26.04.2020

„Wer ist mein Nächster?“ – Alle gehören dazu (Konfi Special)

Viele Tausend Konfirmandinnen und Konfirmanden würden eigentlich in diesen Tagen ein großes Familienfest mit Gottesdienst und Abendmahl, leckerem Essen und Geschenken feiern. Auch bei uns wird die Konfirmation von 22 Mädchen und Jungs, die zu einer tollen Gruppe geworden sind, in diesem Jahr auf unbestimmte Zeit verschoben. Heute wäre eigentlich ihr Tag gewesen, deswegen ist diese Folge ihnen gewidmet. Es geht um Gemeinschaft und den Barmherzigen Samariter. Und dazu gibt es einen Gruß von den Teamern Anna und Jan. 

Wir freuen uns über Follower bei Instagram und Facebook. Sie finden uns unter "auferstehung muenster".

Zum Nachlesen finden Sie hier das Manuskript

19.04.2020

„Bogen in den Wolken“ – Eine neue Normalität?

Ein Besuch auf dem Wochenmarkt, die Geschichte von Noah und der Arche und dazu noch ein Stück aus einer Predigt von Professor em. Christian Grethlein, einem der renommiertesten Praktischen Theologen im deutschsprachigen Raum und Gemeindemitglied bei uns, über die Handicaps von Philipp Melanchthon. Diese Folge erzählt warum der Regenbogen ein Zeichen der Zuversicht ist (1. Mose 9,8-13), Gott besonders den „müden und matten“ Kraft gibt und dass es schon viele vor uns geschafft haben, sich auf eine neue Normalität einzulassen.

Zum Nachlesen finden Sie hier das Manuskript

12.04.2020 | Ostersonntag

„Bleibe bei uns“ – Hoffnung, im Nachhinein klarer zu sehen

Jesus ist wahrhaftig auferstanden. Das erkennen die Jünger erst im Nachhinein in Emmaus, wenn Jesus als Auferstandener mit ihnen Abendmahl gefeiert hat (Lukas 24,13-31). So ist es oft im Leben. Im Nachhinein ist man klüger und versteht Zusammenhänge. Auch die Corona-Krise und ihre Konsequenzen auf alle Bereiche unseres Lebens werden wir erst im Nachhinein erkennen. Ostern ist in diesem Jahr besonders wichtig, als Fest der Hoffnung in einer nie dagewesenen Krise.

Zum Nachlesen finden Sie hier das Manuskript

10.04.2020 | Karfreitag

„Fürchte dich nicht“ – Leid, Kreuz und Tod

Diese An Karfreitag schauen wir auf das Kreuz Jesu und denken an das Leid in der Welt. Corona macht Krankheit und Tod allgegenwärtig in unserer Zeit. Was kann man angesichts des Todes von Menschen eigentlich sagen? In dieser Folge Verbunden bleiben! wird das berühmte Gedicht „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer zitiert, dazu ein Wort der Hoffnung von Gott an sein Volk Israel (Jes 43,1-2): „Fürchte dich nicht!“ Jesu Tod am Kreuz steht beispielhaft für einen zu frühen, grausamen Tod. Heute ist der Tag im Jahr, um an alle zu denken, die Leid ertragen, trauern und um ihr Leben kämpfen.

Zum Nachlesen finden Sie hier das Manuskript

09.04.2020 | Gründonnerstag

"In der Nacht, da er verraten ward“ – Essen, Trinken und Gemeinschaft

Diese Karwoche und dieses Osterfest sind ganz anders. Die Corona-Krise lässt nicht zu, dass wir mit Familie und Freunden zusammensitzen, uns am Leben freuen, gemeinsam essen und trinken. Dabei gehört das doch zu den schönsten Dingen der Welt. Beim Essen mit der Familie erlebt man Gemeinschaft. Das stärkt. Und genauso soll es beim Abendmahl sein, das seit dem letzten Mahl Jesu mit seinen Jüngern von Christinnen und Christen gefeiert wird (1Korinther 11,20-27).

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05.04.2020

"Und ob ich schon wanderte im finstern Tal“ – Worte, die in schweren Zeiten tragen

Es gibt Momente, in denen verschlägt es einem die Sprache. Wenn einem selber die Worte fehlen, ist es gut, auf welche zurückgreifen zu können, die einen tragen. In dieser Folge von Verbunden bleiben! erzählt Moritz Gräper, welche Worte in seinen Talar eingestickt sind und wann diese ihm helfen. Dazu spricht Holger Erdmann, Pfarrer in Steinfurt-Borghorst und ab Juni Superintendent des Kirchenkreises Münster, ganz persönlich darüber, wie ihn der 23. Psalm in verschiedenen Zeiten seines Lebens getragen hat.

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29.03.2020

"Dein Reich komme" – Zuversicht in der Krise

Obwohl wir noch nicht einmal am Höhepunkt der Corona-Krise angekommen sind, geht es heute schon einmal um Zuversicht. In der 3. Folge von Verbunden bleiben! geht es um Beobachtungen in der Gesellschaft und in der Kirche, die zuversichtlich stimmen und auch in der Zeit nach Corona bleiben sollen. Das Vaterunser (Matthäus 6,9-13) und besonders die Bitte „Dein Reich komme“ wird ins Spiel gebracht. Es ist der schon Jahrtausende überdauernde Ruf nach einer Zeit nach dem Jetzt. Zum ersten mal gibt es in dieser Folge Fürbitten von Gemeindemitgliedern, die die Sehnsucht nach Gottes Reich auf Erden konkret zum Ausdruck bringen.

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22.03.2020

"Alles hat seine Zeit" – Wie Corona unseren Rhythmus ändert

Alles hat seine Zeit. Diese weise Einsicht aus dem Alten Testament (Prediger 3,1-8) wird in dieser Folge mit Blick auf die gegenwärtige Situation beleuchtet. Wie unterschiedlich erleben Menschen gerade Zeit und Tagesrhythmus. Für die einen ist es geschenkte Zeit, für die anderen eine harte Belastungsprobe. Ein kurzes Gebet kann vielleicht zum Durchhalte-Mantra werden: “God, grant me the serenity to accept the things I cannot change, Courage to change the things I can, And wisdom to know the difference.” Auf Deutsch: „Gott, gib mir die Gelassenheit, die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann und den Mut, das zu ändern, was ich kann, und die Weisheit, beides voneinander unterscheiden zu können.“

In dieser Ausgabe kommt die Musik komplett vom Chor Gaudeamus unter der Leitung von Klaus Homann (Aufnahme von 2008).

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18.03.2020

"Wachet und betet" - Gethsemane und Corona

Wir erleben gerade eine Zeit, die verunsichert. Weil niemand weiß, wie lang dieser Corona-Zustand noch andauert, was er mit uns persönlich, sozial und wirtschaftlich längerfristig macht. Pfarrer Gräper stellt Fragen, erinnert sich an den 11. September und bringt die Geschichte von Jesus in Gethsemane (Markus 14,32-42) ins Spiel. Wachen und beten sollen die Jünger in der Erzählung. Für heute übersetzt kann man sagen: Achte auf dich und die anderen, lebe solidarisch und lass dir Solidarität zu Teil werden.

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18.03.2020 | Ankündigung (Trailer)

Verbunden bleiben!

Wir wollen verbunden bleiben untereinander. Nicht räumlich und nicht körperlich. Aber innerlich und im Glauben. Dazu machen wir diesen Podcast.

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Das Podcastformat 'Verbunden mit...' wird aus Mitteln des EKD-Digital-Innovationsfonds gefördert.